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Montag, 3. Oktober 2011

Eine gute Nachricht für Kinder und Jugendliche,

die unter fortschreitender Kurzsichtigkeit leiden: Internationale Studien haben gezeigt, dass orthokeratologische Contactlinsen gegen die sogenannte progressive Myopie, die während des Wachstums auftritt, vorbeugen können. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass Orthokeratologie das Längenwachstum des Auges aufhalten und somit die Zunahme der Kurzsichtigkeit verlangsamen oder sogar stoppen kann. Die Ursachen hierfür liegen in der speziellen Abbildung auf der Netzhaut. Vereinfacht gesagt, wird die Peripherie hier unterkorrigiert und das Auge bekommt somit keinen weiteren Anreiz zum Wachsen. Moderne orthokeratologische Contactlinsen wie "Dream-Lens" sind also ein viel versprechender Weg für Kinder mit progressiver Myopie. (Siehe auch CLAMP-Studie)

Literaturhinweis:
* Jeffrey Wallive u.a. : The Corneal Reshaping and Yearly Observation of Nearsightedness (CRAYON), Columbus (Ohio), 2007 und 2009. Pauline Cho u.a.: The longitudinal orthokeratology research in children (LORIC), Hongkong, 2005.

Die Contactlinsen-Versorgung
beim Über-Nacht-Tragen stellt höchste Ansprüche
an die Kunst des Anpassers.

Wir erfüllen diese Aufgabe mit großem Engagement.

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Dienstag, 20. September 2011

Weichenstellung für den Lebenslauf

Die Entscheidung für oder gegen Contactlinsen liegt zum größten Teil bei den Eltern. Daher sollten Sie über Contactlinsen ebenso Bescheid wissen wie über Brillen. Beide Sehhilfen haben ihre Vorteile, beides sind optotechnisch hoch entwickelte Systeme. Keines schließt das andere aus, so wie z.B. Schlittschuhe nicht das Fahrrad überflüssig machen. Viele Erwachsene, die sich mit ihrer Brille wohl fühlen, tragen Contactlinsen, wenn es auf volle Bewegungsfreiheit ankommt - vor allem beim Sport.
Kinder brauchen weit mehr Bewegung, da sie ihre körperlichen Kräfte, ihr Reaktionsvermögen, ihre Geschicklichkeit noch entwickeln müssen. Sie brauchen ebenso laufend Bestätigung durch Erfolgserlebnisse zum weiteren Ansporn und zur Entfaltung ihres gesunden Selbstbewusstseins. Die Weichen für den Erfolg im Leben werden in der Kindheit gestellt. Mit Contactlinsen schaffen Sie ihrem Kind die gleichen Voraussetzungen, die Kinder ohne Sehhilfe haben.

Wer Contactlinsen trägt, sieht die Welt naturgetreu.

Für einen Normalsichtigen hört sich das ganz selbstverständlich an. Auch wenn man nur ein bisschen fehlsichtig ist und mit ganz geringen Gläserstärken auskommt, kann man sich kaum vorstellen, wie sich ein Kind mit dickeren Brillengläsern fühlt. Sie verändern nicht nur sein Aussehen, sondern auch seine Seheindrücke. Die Schärfe des Bildes ist zwar einwandfrei, aber seine Größe stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein. Minusgläser zum Ausgleich der Kurzsichtigkeit verkleinern die Abbildungen auf der Netzhaut. Plusgläser, die Übersichtigkeit korrigieren, haben eine vergrößernde Wirkung und schränken obendrein noch das Gesichtsfeld ein. Mit zunehmender Stärke schrumpft die Bewegungsfreiheit und wächst die Unsicherheit. Contactlinsen korrigieren ohne optische Nebenwirkungen. Das liegt u.a. daran, dass sie den Brechungsfehler unmittelbar vor dem Auge ausgleichen. Darum können sie auch so hauchdünn sein. Ihre Brechkraft wird verstärkt durch eine Flüssigkeitslinse, die der Tränenfilm zwischen Contactlinse und Hornhaut bildet.

Hier erkennen Sie ganz deutlich, warum Contactlinsenträger ihre Sehhilfen nicht spüren: mit der empfindlichen Hornhaut kommt sie gar nicht in Berührung, denn sie schwimmt im Tränenfilm. Mit weichen Linsen fühlt man sich meist gleich auf Anhieb wohl. Stabile Linsen können für das Augenlid beim Blinzeln anfangs etwas ungewohnt sein. Aber schon nach kurzer Zeit merkt man auch davon nichts mehr. Kinder vergessen ihre neue Sehhilfe auf dem Auge am schnellsten, da sie durchs Spielen abgelenkt werden. So wild es auch dabei zugeht, aufzupassen brauchen sie nicht; sie können sich auf den Kopf stellen und Purzelbäume schlagen - Contactlinsen bleiben in ihrer Position. Dafür sorgen natürliche Adhäsionskräfte, Voraussetzung ist allerdings, dass die Linsen auch in ihrer Form - Durchmesser und Rückflächengestaltung - individuell angepasst werden.

Wie Kinder Contactlinsen-Anpassung erleben

Die größeren unter ihnen lassen sich genau erklären, wozu wir so viele Geräte brauchen und wie sie funktionieren. Sie staunen, was man alles am Auge machen kann, ohne es dabei zu berühren. Nachdem sämtliche Daten ermittelt sind, wie z.B. Hornhaut-Größe, -Radien, Pupillen-Durchmesser, Lidspaltenbreite, Tränenfilm-Beschaffenheit und Korrektionswerte, können wir Ihnen sagen, welcher der vielen unterschiedlichen Linsen-Typen für Ihr Kind am besten geeignet ist. Bevor Sie Ihre Entscheidung treffen, probiert Ihr Kind selbst aus, wie es sich mit Contactlinsen fühlt. Seine Reaktion lässt sich natürlich nicht voraussagen, aber die meisten Kinder müssen wir trösten, weil sie unsere Messlinsen nicht behalten dürfen. Ihre eigenen werden ja nach ihren individuellen Daten maßgefertigt und das dauert ein paar Tage. Beim nächsten Besuch üben wir mit Ihrem Kind das Auf- und Absetzen seiner Linsen. Nach kurzer Zeit schon wird es Sie mit seiner Geschicklichkeit überraschen und mit der perfekten Vorführung der Contactlinsenpflege. Ob das zu Hause auch immer so gut klappt? Es ist so ähnlich wie mit dem Zähneputzen; man muss schon eine Weile darauf achten, bis es zur festen Gewohnheit wird. Erfahrungsgemäß ist aber seine Motivation, die Contactlinsen zu pflegen, sehr viel größer. Kein Wunder, denn sie sind das schönste Geschenk, weil sie ihm erlauben, seinen Sehfehler zu vergessen und so zu sein, wie andere Kinder.

Unsere Betreuung - Service für die Sicherheit

Selbstverständlich sind wir immer für Sie da. Wenn Fragen auftauchen, rufen Sie uns an oder schauen Sie zu uns herein. Darüber hinaus aber vereinbaren wir mit Ihnen regelmäßige Termine zur Nachkontrolle. Ähnlich wie bei der Anpassung überprüfen wir den vorderen Augenabschnitt und die Sehleistung, beobachten die Zirkulation des Tränenfilms unter der Linse und ihr Verhalten beim Augenzwinkern. Auch die Contactlinsen selbst werden gründlich untersucht, von möglichen Ablagerungen befreit und - falls erforderlich - nachbearbeitet. So haben Sie stets die Gewähr, dass Ihr Kind seine Linsen gut verträgt. Die jüngsten Contactlinsen-Träger sind vier Wochen alt. Heute werden viele Babys, die mit einem Grauen Star zur Welt kommen, gleich nach der Operation mit Contactlinsen versorgt. Auch bei angeborenen oder in den ersten Lebensjahren auftretenden hochgradigen Fehlsichtigkeiten ist die Contactlinsen-Korrektion oft die einzige Chance, mit beiden Augen sehen zu lernen. Die Fähigkeit, deutlich und dreidimensional zu sehen, wird uns nicht in die Wiege gelegt - wir haben sie durch ständiges Üben erreicht. Vom ersten Tag seines Lebens an muss das Kind seine Augen trainieren. Bevor es in die Schule kommt, ist dieser Lernprozess abgeschlossen. Danach kann man zwar Kurzsichtigkeit, Übersichtigkeit und Astigmatismus (Bildverzerrungen durch eine ungleich gekrümmte Hornhaut) mit einer Sehhilfe korrigieren, nicht aber ein unterentwickeltes Sehvermögen. Fast immer lässt sich diese lebenslange Sehbehinderung vermeiden vorausgesetzt, Fehlsichtigkeiten werden rechtzeitig erkannt. Eltern können sie nur auffallen, wenn sie sich durch Symptome bemerkbar machen, wie z.B. Schielen, Lichtempfindlichkeit, tränende Augen. Darum unsere dringende Empfehlung: Das Sehvermögen jedes Kindes so früh wie möglich kontrollieren lassen.

Weitere Informationen über Contactlinsenarten und Contactlinsen-Abos finden Sie hier:
Einfach nur Klar sehen, Austauschlinsen, Orthokeratologie, "Dream-Lens", stabile Linsen, UltraLens
 

Contactlinsen sind so gut, wie der Spezialist, der sie anpasst

Contactlinsen und wir
sorgen dafür,
dass der Sehfehler
nicht die Lebensfreude trübt

Tags :  ContactlinseKinder
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Dienstag, 5. Juli 2011

a) Kurzfristig

(bei weniger fest eingefahrenen Störungen 3 - 6 Monate, sonst 6 - 12 Monate):

-Entwickelt von Freunde am Lesen, Verbesserung der Schreibbereitschaft, Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer, Erhöhung der Belastbarkeit, Reduzierung von Vermeidungshaltungen und Zappeligkeit, Verbesserung des Erfolges von Übungen.
 

b) mittelfristig

 - Verbesserung des Schriftbildes (in Linie halten, gleichmäßige Größen der Buchstaben - die "Krakeligkeit" bleibt meist lange), Verringerung der unerklärbaren Rechtschreibfehler ( z.B. Auslassungen) auf im unteren Level normale Rechtschreibunsicherheit, positive Veränderungen im Sozialverhalten.
 

c) meist erst langfristig

- Rechtschreibsicherheit, runde und ausgewogene Handschrift.
Je jünger die betroffenen Kinder sind, wenn sie mit der richtigen Brille versorgt werden, desto schneller setzten die Effekte ein (optimal daher: sorgfältige Beobachtung in der Vorklasse, Ansprechen aller Eltern mit "Silberblick", kontrollieren des Schriftbildes und der Rechtschreibung älterer Geschwister). Bei einigen Kindern, die etwa in der dritten Klasse erstmalig eine korrekte Brillenversorgung hatten, konnte beobachtet werden, dass die Neigung zu Rechtschreibfehlern im Deutschen bleibt, während die bei und ja ab der fünften Klasse neu eingeführte Fremdsprache weitestgehend fehlerfrei geschrieben wurde. Es sieht also so aus, als seien die Handschriftlich und das (falsch gelernt) Erscheinungsbild der Wörter quasi als stabiles Muster im Gehirn abgelegt. Da diese Kinder mit der Brillenversorgung die Möglichkeit erhalten, durch Übung zu lernen, ist bei ihnen der Spielraum für pädagogische Maßnahmen sind dann ein zeitlich befristetes Unbewertetlassen der typischen Fehler (Auslassungen, Verdrehungen), verstärkter Förderunterricht, Unterstützung des Lesens durch Verfügbarmachen von Büchern (zunächst mit geringem Schriftanteil, also angefangen mit Comics oder ähnlichem). Auch ergotherapeutische Maßnahmen können jetzt besonders sinnvoll sein. Bei allen schulischen Maßnahmen nach Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit ist Geduld notwendig. Zwar sind Kinder, bei denen sich keinerlei positive Auswirkungen zeigen, nur seltene Ausnahmen, aber fast genauso selten sind schlagartig - massive Veränderungen beobachtbar. Das ist auch nicht anders nicht zu erwarten: Um wenigstes einigermaßen beidäugiges sehen lernen zu können, hat das Sehorgan ( damit ist die aus Augen, Sehzentrum und anderen Teilen des Großhirns bestehende "Arbeitsgemeinschaft" gemeint) der winkelfehlsichtigen Kindern über Jahre hinweg zunehmend fest verankerte Kompensationsmechanismen entwickelt. Nach Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit muss das Sehorgan erst lernen, mit den plötzlich besser zueinander passenden Seheindrücken umzugehen. Auch die vielfachen Enttäuschungen (vor allem in der Schule) und die häufige Kritik an ihrer mangelnden Konzentration und Arbeitslust entstandenen resignativen oder aufbegehrenden Einstellungen und Verhaltensweisen lassen sich nicht von heute auf morgen verändern.

Schlussbemerkung

Nach unseren Erfahrungen besteht berechtigter Grund zu der Annahme, dass den ungefähr 20 .-. 40 % in der Schule unerwartet (also trotz normaler oder überdurchschnittlicher Intelligenz) leistungsschwachen Kindern erheblich wirksamer als bisher geholfen werden könnte. Dabei ließen sich nicht die Schul - und Berufschancen Betreunung und ähnliches mehr einsparen. Eine systematische, wissenschaftlich begleitete Untersuchung wäre dringend wünschenswert; an der Bürgermeister - Herz - Grundschule fehlen dazu die personellen und finanziellen Möglichkeiten. Außerdem muß vorläufig die Versorgungssituation noch als desolat bezeichnet werden: Auf die Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit spezialisierte und von der Ausbildung her kompetente Augenärzte gibt es zwar in Deutschland, in der Schweiz und in Ungarn, aber ihre Gesamtzahl ist einstellig. So ist es nötig, dass motivierte Augenoptiker die Probleme Ihrer Kunden erkennen und an die entsprechenden Ärzte weiterleiten.

Tags :  BrilleKinder
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